Meldewesen

SECTRAS - Das Lösungsportfolio für Meldeanforderungen

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Sich ständig verschärfende aufsichtsrechtliche Normen zwingen die Finanzinstitute, sich permanent mit der Einhaltung von vielfältigen Meldevorschriften auseinanderzusetzen.

Neben der Kommunikation mit unterschiedlichen Aufsichtsbehörden (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Deutsche Bundesbank und Bundeszentralamt für Steuern) sind darüber hinaus auch differierende Meldeperioden zu berücksichtigen.

SECTRAS bietet ein effizientes und individuell zusammenstellbares Lösungsportfolio für Meldeanforderungen an das Wertpapiergeschäft in der Bundesrepublik Deutschland.

Einen Auszug der zur Verfügung stehenden Meldeverfahren finden Sie in folgendem Überblick.

Ihr Ansprechpartner

Achim Berghaus

Head of Product Management
Tel. +49 (9371) 9786-17

Überblick

Kontenabrufverfahren gem. § 24c KWG - Kontenevidenzzentrale

Finanzinstitute sind nach § 24c Abs. 1 KWG verpflichtet, einen Datenpool zu führen, in dem festgelegte Kunden- und Kontostammdaten (z.B. Kontonummer, Name und Geburtsdatum der Kontoinhaber und Verfügungsberechtigten, Eröffnungs- und Schließungsdatum) gespeichert sind. Die BaFin ist ermächtigt, Informationen aus diesem Pool abzurufen, soweit dies zur Erfüllung ihrer aufsichtsrechtlichen Aufgaben erforderlich ist. mehr erfahren

Wertpapierhandelsmeldung nach
§ 9 Wertpapierhandelsgesetz (WPHG)

Dem Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel (BAWe) sind alle Geschäfte in Wertpapieren und Derivaten, die zum Handel an einer Börse in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums zugelassen oder in den Freiverkehr einer deutschen Börse einbezogen sind, auf elektronischem Wege mitzuteilen (§ 9 WpHG). mehr erfahren

Eine standardisierte Lösung für FATCA, CRS und zukünftige Anforderungen

Egal ob US-FATCA, UK FATCA, EU-Amtshilferichtlinie oder aber der OECD Common Reporting Standard – als Ergebnis der internationalen Bestrebungen zur Förderung der Steuerehrlichkeit setzt sich der Automatische Informationsaustausch in Steuersachen (AEOI/AIA) als globale Lösung durch. mehr erfahren

EU-Richtlinie zur Besteuerung ausländischer Zinserträge (EUZI)

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, grenzüberschreitende Steuerflucht auch im Bereich der Besteuerung von Zinserträgen zu bekämpfen. Zu diesem Zweck wurde eine EU-Richtlinie zur Besteuerung ausländischer Zinserträge erlassen, welche in Deutschland in Form der Zinsinformationsverordnung umgesetzt wurde. Dies betrifft im Wesentlichen Zinsen oder zinsähnliche Erlöse, die in einem EU-Land, welches nicht das Heimatland des Steuerpflichtigen ist, erzielt werden.

Kontrollverfahren der tatsächlich freigestellten Kapitalerträge

Kreditinstitute und andere Unternehmen, die nach § 44 Abs. 1 EStG und nach § 7 des Investment-steuergesetzes (InvStG) zum Steuerabzug verpflichtet sind, müssen dem Bundeszentralamt für Steuern bis zum 1. März des Folgejahres eine Meldung der tatsächlich freigestellten Kapitalerträge – FSA – sowie den tatsächlich freigestellten Kapitalertrag der Nichtveranlagungsbescheinigung – NVB – ihrer Kunden übermitteln.

KEST-Anmeldung

Kapitalertragsteuern sind entweder vom Schuldner der Kapitalerträge oder von der inländischen auszahlenden Stelle einzubehalten. Die abzugspflichtigen Kapitalerträge sind abschließend in § 43 EStG geregelt. Die Anmeldung der einbehaltenen Kapitalertragsteuer ist dem Finanzamt nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck auf elektronischem Weg zu übermitteln (§ 45a Abs. 1 Satz 1 EStG).

Kirchensteuerabzugsverfahren (KiStAM) und Id.Nr.-Anfrage

Nach den neuen Regelungen in § 51a Absätze 2c – e und Absatz 6 EStG sind Kreditinstitute ab dem 1. Januar 2015 verpflichtet, in einem automationsunterstützen Verfahren Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer einzubehalten und abzuführen. Um zu ermitteln, ob eine Kirchensteuerpflicht besteht, hat der Abzugsverpflichtete beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) das Kirchensteuerabzugsmerkmal (KISTAM) für alle Kunden, Gesellschafter oder Mitglieder abzufragen. Das Kirchensteuerabzugsmerkmal ist ein sechsstelliger Schlüssel, in dem die Religionszugehörigkeit, der zugehörige Steuersatz und das Gebiet der Religionsgemeinschaft abgebildet werden. Dieses elektronische Verfahren beinhaltet auch die Möglichkeit einer ID-Nr.-Anfrage (TIN) unter Angaben zur Person.

Kontrollmitteilung zu unentgeltlichen Depotübertragungen (KMV DEP)

Bei einem unentgeltlichen Depotübertrag, im Falle einer Schenkung oder einer Erbschaft, wird die Abgeltungssteuer nicht aktiviert und der Depotübertrag erfolgt mit der Information der Ursprungskaufdaten. Das Kreditinstitut ist dabei verpflichtet, dem Finanzamt eine Meldung zu machen, um etwaiger Steuerhinterziehung vorzubeugen. Dadurch wird vom Finanzamt das Erbschafts-/Steuerschenkungsverfahren eingeleitet. Die Meldung erfolgt gem. § 43 Abs. 1 Satz 5 und 6 EStG auf elektronischem Wege via ELSTER Rich Client. Im Rahmen dieser Meldung werden sowohl Informationen zu den betroffenen Personen (Übertragende, Empfänger) als auch Informationen zu den Wirtschaftsgütern gemeldet.

Kontrollmitteilung zur Freistellung vom Kapitalertragsteuerabzug (KMV FKB)

Die Meldung nach § 43 Abs. 2 S. 7 EStG knüpft an die gemäß § 43 Abs. 2 S. 3 Nr. 2 EStG vom Steuerabzug freigestellten Kapitalerträge an. Demnach ist eine Meldung nur dann zulässig, wenn tatsächlich Kapitalerträge angefallen sind, von denen nach § 43 Abs. 2 S. 3 Nr. 2 EStG kein Steuerabzug vorgenommen wurde. Unter diese Steuerbefreiung fallen Miet- und Pachterträge, Stillhalterprämien aus Optionsgeschäften, Gewinne aus Veräußerungsgeschäften (inkl. Pauschalbesteuerung) sowie Gewinne aus Termingeschäften.


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